Insolvenzabsicherung


Nach der SkyEurope Pleite und Abflugverbot ab Wien will Konsumentenschutzminister Hundstorfer eine verpflichtende Konkurs-Absicherung für Fluglinien. Die bereits vor 6 Jahren von PRIMA REISEN geforderte Insolvenzabsicherung für alle Airlines wird nun nach 6 Jahren endlich wieder spruchreif!

Nach der Insolvenz der deutschen Aero Lloyd forderte Karl Heinz Sengwein, Geschäftsführer von PRIMA REISEN, bereits im Oktober 2003 in einem offenen Brief an die zuständigen Ministerien, WKO, ÖRV und an alle Branchen-und Medienvertreter eine verpflichtende Konkurs-Absicherung der Fluglinien, damit hinkünftig nicht mehr der Konsument und die Reiseveranstalter für Schäden der in Geldnot geratenen Airlines aufkommen müssen. Ähnlich wie die Veranstalter von Pauschalreisen sollten auch Fluglinien dazu verpflichtet werden, Insolvenzabsicherungen abzuschließen.

Frau Dr. Elsabeth Reindl, Leiterin der Tourismus-Servicestelle im Wirtschaftsministerium teilte am 11.11.2003 jedoch mit, dass die EU nur begrenzte Probleme regelt und eine weitergehende Regelung für den nationalen Gesetzgeber nicht geboten ist. Eine EU-Regelgung kann allenfalls durch Lobbying in Brüssel versucht werden. Der Arbeitsausschuss „Recht“ im BMWA wird, soweit möglich, gemeinsame Lösungsvorschläge mit der Reisebürowirtschaft erarbeiten.

Erst der Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer verlangt anlässlich der Turbulenzen um die finanziell schwer angeschlagene slowakische Airline SkyEurope nun eine Verbesserung des Schutzes für Kunden von Fluglinien und macht die Forderung von PRIMA REISEN nach 6 Jahren wieder spruchreif. Ähnlich wie die Veranstalter von Pauschalreisen sollen nun auch Fluglinien dazu verpflichtet werden, Insolvenzabsicherungen abzuschließen, damit Konsumenten im Konkursfall entschädigt werden. "Eine verpflichtende Konkursabsicherung für Fluglinien sollte in Brüssel rasch angegangen und rechtlich verankert werden", so Hundstorfer.

Karl Heinz Sengwein, Mitglied und Vertreter der österreichischen Reiseveranstalter, wünscht sich als Geschäftsführer von PRIMA REISEN und für die gesamte Reisebürowirtschaft eine derartige Initiative auch von den zuständigen Ministerien und Branchenvertreter sowie eine ebenso medienwirksame Forderung einer verpflichtenden Konkursabsicherung der Fluglinien und hofft nun auf eine erfolgreiche Umsetzung in Brüssel.

Wien, 17. August 2009